Alles hat seine Zeit…

… heute ist es Zeit, DANKE zu sagen!
Danke für acht glückliche und segensreiche Jahre in Pfuhl und Burlafingen.
Sonst war unser Maß meist 7 Jahre:
7 Jahre Studium und Vikariat (Erlangen – Tübingen – Garmisch-Partenkirchen) – 7
Jahre in Landshut – weitere 7 Jahren in Murnau am Staffelsee – dann 12 Jahre in Nürnberg mit dem Schulabschluss unserer Kinder.

Acht Jahre Pfuhl – für uns im Rückblick ein gutes Maß. Zum 1. August werde ich nach 37-jähriger Dienstzeit als Pfarrer in den Ruhestand treten und ans Allgäuer Tor nach Bad Grönenbach umziehen.
Ich freue mich sehr darauf. Nach Jahrzehnten, in denen ich viel auf- und weiterbauen durfte: im geistlichen Gemeindeaufbau durch Seelsorge, Begegnungen und Gottesdienste, aber durchgehend auch geschäftsführend und konkret als Bauherrenvertreter eine Pauluskirche, Kirchtürme, Gemeindehäuser und Kindertagesstätten. Nach einem spannenden Dienst, in denen ich mich aktiv an vielen Stellen in Kirche und Diakonie eingebracht habe, kann ich
mich nun mehr meinen Hobbies und Interessen und ebenso der Familie und den Freunden widmen.

Zwei ganz besondere Ereignisse in Pfuhl waren für mich die Ökumenische Gemeindereise nach Mitteldeutschland und zu den Luthergedenkstätten mit Pfarrer Ernst Burmann und zwei Jahre später – daran erinnert das Foto – das Jubiläum „500 Jahre Reformation“, das wir als Kirchengemeinde gemeinsam mit der Landeskirchlichen Gemeinschaft als glanzvolles
Christusfest mit den Pfuhler Kids und dem Posaunenchor in der Seehalle gefeiert haben. Einen „Luther-Zollstock“ durfte ich Pastor Theophil Jetter überreichen, Symbol für: Christus soll – wie es Luther wollte – für unser Miteinander, für unser Leben und Handeln der Maßstab sein. – Ein Maßstab, der uns herausfordert und uns immer wieder an Mit-menschen und Aufgaben weist, – ein Maßstab, der auch Grenzen setzt und aufzeigt: Jetzt ist es genug und gut!
Auf die letzten Berufsjahre hier in Pfuhl und Burlafingen schaue ich, vor allem wegen der vielen guten Begegnungen mit Gemeindegliedern, Vertretern des öffentlichen Lebens, sowie den vielen engagierten haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in der Kirchengemeinde und dem Evang.
Gemeindeverein, mit hoher Zufriedenheit und Dankbarkeit.
Als Pfarrer in der St. Ulrichs- und St. Jakobsgemeinde wie auch als Gemeindeglied habe ich hier vor allem in den Gottesdiensten Heimat und Gemeinschaft gefunden und das wunderbare Miteinander im Pfarramts-Team, mit Mesnerinnen, Prädikantin, Lektorin, Kirchenmusikerinnen,
Kirchenvorsteher*innen, den JuMas (Jugendmitarbeitern) und nicht zuletzt mit einem hochmotivierten Posaunenchor immer als großes Geschenk empfunden.
Auch wenn die Vorfreude groß ist: Zwei Schritte fallen mir bei diesem Abschied besonders schwer. Einerseits der Auszug aus unserem geschichtsträchtigen Pfarrhaus (es zählt zu Recht zu den schönsten in Bayern!), in dem wir uns als Familie von Anfang an sehr wohlgefühlt haben. Andererseits muss ich nun wirklich loslassen vom Gemeindehaus-
Neubauprojekt, das ich nach dem Grundstückstausch gerne übernommen habe aus der Überzeugung – Glaube braucht ansprechende Entfaltungsräume. Den Realisierungswettbewerb durfte ich begleiten, vieles mitberaten und mitgestalten. Gerne hätte ich die neuen Räumlichkeiten noch selber genutzt. Nun wünsche ich diesem Haus lebendige Entfaltung seiner neuen Möglichkeiten und allen Begegnungen darin Gottes reichen Segen!
Der Abschiedsgottesdienst findet am 19. Juli 2020, um 18:00 Uhr in der St. Ulrichskirche statt mit einem kleinen Empfang im Anschluss. Wie wir konkret mit den Corona-Einschränkungen feiern können, wird aktuell noch bekannt gegeben.

Meine Frau und ich würden uns freuen, wenn wir uns da – oder davor – nochmal sehen! Mit einem herzlichen DANKE und „Gott befohlen“ grüßen Sie


Ihre
Myrtha und Robert Pitschak