Der Buß- und Bettag – Anlass zum Träumen!

Quelle: https://www.busstag.de/

Liebe Gemeinde,

seitdem der Buß- und Bettag als staatlicher Feiertag abgeschafft wurde, führt er ein Mauerblümchendasein. Er wurde in der Nachkriegszeit erst in mehreren Etappen bundesweiter Feiertag. Das endete im Jahr 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung. Sehr schade, denn die Impulse, die von diesem Bußtag ausgehen, brauchen eigentlich Zeit und Ruhe, bedacht und verinnerlicht zu werden. Als evangelische Christen feiern wir nach wie vor einen Gottesdienst am Buß- und Bettag, allerdings erst am Abend, damit auch Berufstätige die Möglichkeit haben, den Gottesdienst zu besuchen.

Auf dem Plakat zum diesjährigen Buß- und Bettag ist ein Kind zu sehen, das mit offenen Augen in den Himmel blickt. Auf dem Rücken liegen und entspannt in den Himmel schauen. Sterne sehen. Gedanken und Träume schweifen lassen. Frei sein. Weite spüren. Voller Entdeckerlust und Hoffnung. Können das nur Kinder?

Dabei kann es so gut tun, mal die Probleme, den Stress und die Sorgen für einen Moment aus dem Blick zu lassen und in den Himmel zu schauen.

Der Alltag mit seinen Sorgen hält uns oft genug gefangen. Wie schnell sind wir dann dabei, neue Gedanken und Ideen abzuweisen. Ist doch alles egal! Ich mach so weiter wie immer. Das Gedicht von Roland Kupski rüttelt auf. Es ist eben nicht egal, sondern es ist wichtig, entschieden, lebendig und mit Klarheit sein Leben zu gestalten und zu leben. Es ist wichtig, von der Zukunft zu träumen und daran zu arbeiten, dass sich Träume entfalten und verwirklichen können. Ich wünsche Ihnen Mut zur Umkehr und wohltuende Einkehr zum diesjährigen Buß- und Bettag!

Ihre Pfarrerin Katja Baumann