Einweihung neues Gemeindehaus

Was lange währt, wird endlich …sehr gut

das neue Gemeindehaus wurde am 20. September 2020 eingeweiht. Es ist seitdem der neue Ort, wo unser Gemeindeleben stattfindet und die uns verbindende christliche Gemeinschaft über die Gottesdienste hinaus gelebt wird. Wie haben wir alle diesen Tag herbeigesehnt!

Bereits 2008 fiel die Entscheidung, ein neues Haus zu bauen. Als im März 2019 der Bagger anrollte und Anfang April der Spatenstich gefeiert wurde, waren schon viele Herausforderungen bewältigt. Der Grundstückstausch mit der Stadt Neu-Ulm, Pfarrstellenwechsel, der Architektenwettbewerb und die Finanzierung sind wesentliche Meilensteine auf dem Weg zu unserem Ziel gewesen. Am 17. Oktober 2019 fand dann das Richtfest statt und ebenso zügig gingen der Innenausbau und die Gestaltung der Außenbereiche voran.

Passend zu diesem feierlichen Tag der Einweihung mit Grundsteinlegung verwöhnte uns der 20. September mit strahlendem Wetter. Zudem wurde das gesamte Programm durch die musikalischen Beiträge von Frau Blattner, Frau Kaufmann mit dem Kirchenchor und durch den Posaunenchor begleitet. Wir bedanken uns sehr herzlich dafür. Den Festgottesdienst feierten wir mit Pfarrerin Katja Baumann (Votum, Begrüßung und Gebet), Dekan Jürgen Pommer (Festpredigt zu 1. Korinther 3,11) und Ruhestandspfarrer Robert Pitschak (Fürbittengebet und Geleitwort). Viele Gemeindeglieder konnten wegen der Corona-Regeln nicht in St. Ulrich mitfeiern. Die Lautsprecherübertragung in den Kirchgarten half ein wenig darüber hinweg. Die Festgemeinde nutzte zum Auszug das erste Mal den neuen, barrierefreien Weg hinüber zum Gemeindehaus.

Eine kleine Anekdote noch vor Beginn der Grundsteinlegung: ein Kind rief sehr laut als es Herrn Dekan Pommer sah, „Mama, schau mal, ein neuer Pfarrer!“. (Das haben wir uns damals schon gewünscht und tun es heute noch. Anmerkung der Redaktion).

Pfarrerin Baumann verlas die Urkunde zur Grundsteinlegung. Eine Zeitkapsel wurde mit der Urkunde, Plänen und Bildern vom Bau, Tageszeitungen, Gemeindebriefen, Euro-Münzen, einer gestifteten Gedenkmünze „Lutherrose“ und nicht zuletzt mit einem kurzen Abriss der Corona-Krise und den Auswirkungen auf unsere Kirchengemeinde zusammen mit einer Mund-Nase-Bedeckung befüllt.

Die Kapsel wurde versenkt und die Grundsteinlegung traditionell durch die Verlesung von biblischen Voten und Hammerschlägen auf den Grundstein vollzogen.

Die Gemeinde zog in den großen Saal ein und auch hier war die Kapazität coronabedingt reduziert. Deswegen wurde die Einweihungshandlung ebenfalls auf den Vorplatz übertragen. Unser Dekan sprach das Einweihungsgebet und widmete das Haus seiner Bestimmung als Treffpunkt für das Gemeindeleben und als weiteren Ort für die Begegnung mit Gott.

Mit den Grußworten unserer Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger nahmen wir alle guten Wünsche für die künftigen Nutzer und Besucher entgegen. Peter Fink, der leitende Architekt, teilte mit uns, stellvertretend für sein gesamtes Team, die Gedanken und Ideen zum Gemeindehaus. Dabei wurden sowohl architektonische, als auch funktionale Eigenschaften betrachtet. Mit der symbolischen Schlüsselübergabe machte er uns „offiziell“ zum Hausherrn. Robert Pitschak, der das Projekt während seiner gesamten Dienstzeit in unserer Kirchengemeinde betreute und vorantrieb, bedankte sich bei allen, die in der langen Laufzeit und den unterschiedlichsten Phasen mitgewirkt haben und so zum Gelingen beigetragen haben.

Die Gemeinde und Besucher konnten nun in Kleingruppen an Führungen durch das neue Gemeindehaus teilnehmen. So war es möglich, einen ersten Eindruck zu gewinnen und Informationen zu den Sälen, dem Foyer, den Gruppen- und Jugendräumen, der Küche, dem Büro, sowie zur Lager-, Technik- und Sanitärausstattung zu erhalten. Einige Gruppen und Kreise sind eingezogen und nutzen das neue Haus bereits unter Einhaltung des Hygienekonzepts. Im Rahmen der Pandemie Schutzregeln wollen wir nun das Gemeindehaus weiter mit Leben füllen, damit (ich zitiere aus dem Einweihungsgebet) alle Gemeindeglieder hier einen Ort der Anregung und des Festes, der Hilfe und der Hoffnung erfahren.

Robert Haase