Geistliches Wort 03/2019

Liebe Gemeinde,

es ist Sommer:       
das heißt Ferienzeit.


Der passende „Hit“ aus unserem Gesangbuch lautet dazu: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“. Paul Gerhardt hat diesen „Evergreen“ vor 355 Jahren geschrieben. Die Worte und auch die Melodie sind unverbraucht und frisch wie am ersten Tag. Von Gottes Gaben spricht der Dichter, von „der schönen Gärten Zier“. Es ist tatsächlich eine paradiesische Welt, die er schildert. Die Erde quillt über von der Fülle der Blüten, die Vielfalt der Tierwelt tritt uns ebenso nach- wie eindrücklich vor Augen.

Nichts weniger als das Paradies suchen viele Menschen, wenn sie an die Ferien denken: paradiesisch die Aussicht, für geraume Zeit nicht arbeiten zu müssen. Paradiesisch malen auch viele Reiseprospekte Urlaubsziele in aller Welt aus: kilometerlange weiße Sandstrände am tiefblauen Meer, eine unberührte majestätische Berglandschaft, blühende Wiesen.

Mag auch die Realität bisweilen nüchterner aussehen, so rührt doch die Vorstellung, das verlorene Paradies zumindest für einige Tage wieder zu finden, an eine tiefe menschliche Sehnsucht. Das Ferienparadies liegt für viele Menschen hierzulande weit weg: auf den Malediven vielleicht oder am Fuße des Himalaja.

Unbestritten: In der Ferne ist es schön. Doch ich denke, dass man ein Stück vom Paradies auch in unseren Breiten entdecken kann. Das Gebiet unserer Landeskirche, die Moore und Kuppen der Hohen Rhön, die Berge der Alpen im Süden, vom Seenland oder der Schwäbischen Alb im Westen bis zum Bayerischen Wald im Osten, halten viel Schönes bereit.

Hier kann man die Güte Gottes, die Anmut seines Gartens erleben. Man muss nur die Augen öffnen.

An einigen Orten hilft auch unsere Kirche mit, die Schönheit der Schöpfung wahrzunehmen und zugleich Gott für seine Gaben zu danken:

beim Feiern von Gottesdiensten unter freiem Himmel  (www.kircheimgruenen.de),
mit Berggottesdiensten  (www.berggottesdienste.de)
oder auf Campingplätzen  (www.kirche-unterwegs-bayern.de),
mit besonderen Angeboten an Urlaubs- und Kurorten, nicht zuletzt mit reizvollen kirchenmusikalischen Veranstaltungen (www.solideo.de).

„Geh aus, mein Herz,  und suche Freud“  

–  ich wünsche Ihnen erfrischende und angenehme Sommertage, eine erholsame Ferienzeit  und die Gabe, sich an der Schönheit der Schöpfung  Gottes zu erfreuen.

Es grüßt Sie herzlich
Ihr Pfarrer Robert Pitschak