Nehmt Abschied, Brüder (und Schwestern)…

Wehmut klang mit bei einigen Chorälen, die am 24.Juli am alten Gemeindehaus erklangen. Es hieß Abschied zu nehmen von einem alten Zuhause, an dem die Alten mitgebaut hatten und in dem allen BläserInnen der letzten 60 Jahre unzählige schöne Stunden verbracht haben. Bei Proben und Feiern, bei Diskussionen und Kartelabenden, bei Wasser, Bier und „Rohrreiniger“. Viele Geschichten wurden erzählt und Vergessenes erinnert. Und den alten Mauern ein wunderbares Ständchen gespielt. Alles mit Abstand und ganz ohne Essbares, nicht an Tischen, sondern im Stehen.

Wehmut auf der einen Seite, viel Vorfreude auf der anderen. Denn wir nehmen Abschied von üblen Gerüchen, miserabler Akustik, Kälte im Winter, Hitze im Sommer, quietschenden Stühlen und schlechter Beleuchtung, Notenschränken in der Küche und Getränkeschlepperei aus dem Keller.
Wir freuen uns auf die tollen Bedingungen im neuen Haus und auf „normale“ Proben ab September.

Am nächsten Tag dann gleich der nächste Abschied. Diesmal galt das Ständchen Robert und Myrtha Pitschak.
Auch da Wehmut, verlieren wir doch mit Myrtha doch eine motivierte Mitbläserin, die auch außerhalb der Proben stehts im Einsatz war und Fahnen in der Badewanne wusch, für Deko an der Serenade sorgte und uns zwichen den Konfirmationen mit Weißwurstfrühstück verwöhnte.

Und mit Robert Pitschak geht nicht nur der Pfarrer, sondern auch ein begeistertet Zuhörer und fachkundiger Kommentator der letzten Serenaden.

Lebt wohl, ich beiden, behüt‘ euch Gott!“