Neubau Gemeindehaus – Fortschritte nach Plan

Der LKW lieferte nicht nur ein christliches Bekenntnis in den Neubau,
sondern das Granulat zur Dachbegrünung.

Gott hat uns einen milden Winter geschenkt und damit Architektin Birgit Kroner als Bauleiterin und uns als Evang. Gemeinde geholfen, gut im Zeit- und Budgetplan zu bleiben.

Nach wie vor stehen wir der Stadt Neu-Ulm gegenüber im Wort und vertraglich in der Pflicht, das 2011 eingetauschte Grundstück mit dem alten Gemeindehaus im abgebrochenen Zustand zu übergeben. Zweimal wurde der Termin verschoben, nun bleibt es definitiv der 30.09.2020.

Aber trotz Corona-Einschränkungen, Kurzarbeit und Lieferverzögerungen in vielen Bereichen sind wir zuversichtlich, das neue Gemeindehaus bis zu den Sommerferien weitgehend fertig zu stellen.

Das Dach ist abgedichtet und mit Granulat zur Begrünung aufgefüllt. Fenster und Türzargen sind weitgehend eingebaut. Die Rigolen sind angeschlossen. Innen- und Außenputz beinahe fertiggestellt. Das Gerüst konnte abgebaut werden. Die Schallschutzdecken schlucken bereits den Nachhall und sind von den Malern frisch gestrichen. Die Estriche sind bereits getrocknet. Die Beleuchtungs-, Elektro- und Medientechnik ist weit vorangeschritten. Vorbereitet sind die Schienen für die Raumtrennelemente. Die Fliesenleger sind bei der Arbeit. Zum Redaktionsschluss hat die Memminger Firma Kutter unter Regie von Landschaftsarchitekt Markus Osswald die Herstellung des Afraweges und die Gestaltung der Außenanlagen begonnen. Ausgeschrieben und fristgerecht bestellt sind Einbauschränke, Mobiliar und Küche. Trotz Bauerfahrung staune ich bei diesem Projekt neu, wie sich präzise und detaillierte Vorplanung und gute Kommunikation aller Beteiligten im Baufortschritt bewähren und auszahlen. Die „Heinzelmännchen“ waren da und haben „ehrenamtlich“ rund um Intensiv haben wir über die denkmalgeschützte Friedhofsmauer die Baustelle sauber aufgeräumt.

Danke an die Helfer!

Intensiv haben wir über die denkmalgeschützte Friedhofsmauer diskutiert. Nun ist die genehmigte Öffnung von vier Metern unter Begleitung des Archäologen Fabian Hopfenzitz hergestellt, durch die die neue barrierefreie Verbindung von Gemeindehaus und Kirche ermöglicht wird. Überraschend kam dabei die uralte mit Kalksteinen gesetzte Mauer innerhalb des Friedhofes zum Vorschein. Die jetzt sichtbare und inzwischen aufwändig stabilisierte Wand wurde später von außen her „angelehnt“. Zwei Bäume mussten weichen: Keineswegs unbedacht oder leichtfertig! Nach einem ausführlichen Gutachten die Blutbuche am Nordeingang, weil sie mit ihrer Wurzel nicht nur die geschützte Friedhofsmauer in Schieflage versetzt, sondern auch den Kircheneingang in Bewegung gebracht hat, so dass schon die Kirchentüren und -schlösser klemmten. Darüber hat man sich bei der Pflanzung wohl zu wenig Gedanken gemacht. Außerdem stand eine der Birken mit ihren flachen Wurzeln so nahe am Durchbruch, dass die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet werden konnte. Für beide Bäume hat der Kirchenvorstand Ersatzpflanzungen vorgesehen.

Mauerstabilisierung

Die Gemeinde darf sich freuen auf ein helles, attraktives, einladendes und funktionelles Haus, das dem kirchlichen Leben viele Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Und die Jugend, die uns sehr am Herzen liegt, darf sich freuen, einen der schönsten Räumlichkeiten als Jugendraum, mit direktem Zugang zum Garten, mit einer kleinen Küchenzeile, Beamer und Internetanschluss zu bekommen. Natürlich stehen für die Konfirmanden- und Jugendarbeit auch die anderen Räume bereit. Für den Billard-TischtennisTisch wird im Gartenhaus ausreichend Platz geschaffen. Ein Volleyball- und Indiakafeld sowie eine Grill- und Feuerstelle (als Sitzgelegenheit dafür wurden die drei Teile der Blutbuche aufgehoben) sind im Garten mit eingeplant.

Bedingt durch die Kontaktsperren haben wir auf eine eigene Feier zur Grundsteinlegung verzichtet. Umso mehr freuen wir uns jetzt auf die Einweihung mit Grundsteinlegung am Sonntag, den 20. September 2020, ab 14:00 Uhr.

Robert Pitschak, Pfarrer